Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1846)
Entstehung
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len Stein an der Mütze, ann.

ke— landete lauten Freu⸗ te ihres Ge⸗

Johannes und die Jungfrau gt' er weiter, ckt hat, ſonſt fliehen.“

ande abgeſto⸗ h ſelbſt, daß zuſammenpfiff; in die Böte,

„ſo begriff er, erreichen. Er nur ſo gerade wie hungrige nd ſeine Herz⸗ FEr kämpfte und doch da ſie zu⸗ glücklichen Aus⸗ au mit lauten

Hhaſt, ſo ſtoßt fe des Meeres l, was meine

e Feuer in Jo⸗ r, wie der Teu⸗ ner matter um beſtehen konnte Liebſte, und di

er ihr ſo in das Innerſte der Seele geblickt hatte und ſie weder erblaßte noch ſonſt Furcht zeigte, ſondern ihrem Liebſten wieder liebevoll und mild in die Augen blickte, ſo ſagt' er:„Leb' wohl, ſchön' Jungfrau! wir ſehen uns bald wieder!“ und ſo war es augenblicklich gethan, und nur einige Bewegung des Waſſers zeigte die Stelle an, wo es geſchah. 3

Nun hielt Johannes eine kleine Weile inne; darauf aber ſammelte er die ganze geringe Kraft, die er noch übrig hatte, zu einer männlichen Vertheidigung im letzten Augenblicke. Und als am folgenden Morgen die Sonne wieder die Klippe beſchien, ſo lagen dort nicht weniger als ſechs Leichen, und unter ihnen der eigene Sohn des Kö⸗ niges neben Johannes. Und zum Andenken an dieſen Kampf heißt die Klippe noch heutigen Tages die Johannis⸗ Klippe. Den Namen der Jungfrau hat man nie gekannt; doch an der Stelle, wo ſie hinabgeſtürzt wurde, wuchs eine Diſtel auf, die ſeit der Zeit dort geſtanden hat, und auch bis an den jüngſten Tag dort ſtehen wird. Und ſpät in der Nacht kann Einer wohl einen Geſang aus der Tiefe höͤren— da iſt es die Jungfrau, die ihrem Bräutigam ſo froh den Willkommen zuſingt...“

„Dank, guter Carolus, für die ſchöne Sage!“ ſagte Nicoline. Vielleicht bin ich bisweilen ſo glücklich, den Geſang der Jungfrau zu hören.“

„Ja, das kann wohl ſein,“ erwiederte Carolus ernſt⸗ haft; denn er hing mit Vorliebe feſt an dem Aberglauben, der ſich noch jetzt, oft in poetiſcher Form, unter den kühn⸗ ſten Naturen der Scheren zeigt.„Ich habe ſie mehr als einmal gehört, nnd nie kann ich mir etwas Schoͤneres denken: Es iſt, als wenn kleine Silberrollen gegeneinan⸗ derklingen; doch muß es noch ſtiller ſein, als heute Abend, wenn man es vernehmen ſoll.“

„Singt aber Johannes nicht auch bisweilen?“ fragte Georg, der ganz ſtill und gedankenvoll zugezoͤrt hatte.