Teil eines Werkes 
1.-5. Bändchen (1846)
Entstehung
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Doch ſo heimlich es auch angeſtellt und ausgeführt war, ſo gab es dennoch zwei, die alles ausgeſpürt hatten, dieſe waren der Prinz und Johannes, und beide hatten ihre eigenen Gedanken. Nun; kurze Zeit, nachdem die Jungfrau wieder nach Hauſe gekommen war, ſaß ſie an einem Abende ſo wie Sie, liebe Frau jetzt, und ſah zu, wie fein der Tag zu Ende ging, und wie ſie da ſaß und ſeufzte und ſich nach dem Liebſten ſehnte, der, wie ſie wußte, mit im Kriege war— denn damals war es ſo: daß die Könige von Sotenäs und Stongenäs ſich zuſam⸗ mengeſchlagen hatten, um einen liſtigen Räuberhäuptling zu züchtigen, der dort in dem Kirchſpiele Swarteborg hauſ'te— wie ſie da ſaß, ſagt' ich, ſo kam dort hinter dem Felſenvorſprunge ein kleines Boot angeſchlichen, und die Jungfrau war nicht faul, die Füße unter ſich zu be⸗ kommen.„Johannes iſt gekommen, um mich zu beſuchen!“ dachte ſie; und in der Dämmerung, wie es war— es war wohl ein wenig dunkler als jetzt, kann ich mir den⸗ ken— flog ſie dem entgegen, welchen ſie erwartete. Doch kaum hatte ſie den Mann erblickt, der dort an dem Strande

„heraufgegangen kam, ſo blieb ſie plötzlich ſtehen: es war,

Gottes Tod! der Sohn des Koͤniges, der in eigenen Klei⸗ dern vor ihr ſtand und ſie umarmen wollte.

„Rühre mich nicht an!“ rief die Jungfrau aus; „denn wenn ich hier auch weder Bogen noch Schwert habe, ſo befreie ich mich doch; weißt Du das!“ ſagt' ſie.

Doch der Prinz ließ ſich nicht verblüffen.„Ich biete der ſchönen Jungfrau Silber und Gold,“ ſagt' er,„ſo viel ſie haben will, und Perlen aus des Meeres Tiefe zu Ringen und goldenen Spangen!“

„Weich' von hinnen; Du überredeſt mich nicht!“ ant⸗ wortete die Jungfrau auf die Rede.

„Ich weiche nicht,“ ließ er ſich vernehmen,„ſondern neha Dich mit Gewalt, wenn Du nicht gutwillig mit⸗ gehſt.“

„So nimm denn!“ ſagt' die Jungfrau. Doch ehe er