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„Ich weiß nicht, ob ich darf; es iſt doch eine ſchwere Störung für eine Sterbende.“
„Auf meine Verantwortung; ich bin der einzige rechtmäßige Herr und Erbe in dieſem Hauſe.“
Dieſe Aeußerung tilgte ſofort alle Scrupel der fein⸗ fühlenden Bedientenſeele und er ſchritt dem künftigen Erben voran.
Tiefe Stille herrſchte im Sterbezimmer. Am Fuße des Sterbelagers ſaß ſein alter Vater in einem Arm⸗ ſeſſel, hinter dem der alte Harbich ſtand; vor dem Bette auf den Knieen lag, das Geſicht in die die Sterbende überbreitende Decke gedrückt, ein Mann, welchen For⸗ tunatus, da jener mit dem Rücken ihm zugewendet war, nicht erkannte.„Unſer junger Herr, Graf For⸗ tunatus!“ ſchrie Harbich, den Eintretenden erblickend, und brach hinter dem Seſſel des alten Grafen zum Tode erſchrocken in die Kniee.
„Mein Sohn! Fortunatus!“
„Mein lieber, lieber, theurer Vater!“ rief dieſer. „Gott hat mich zur rechten Stunde hergeführt ins Vaterhaus. Ihr Leben wird nicht veröden. Hier iſt meine Gemahlin, hier unſer Kind, Ihr Enkel! Wir ſind gerettet aus—“
In dieſem Moment erſtarrte Fortunatus das Wort der Weiterrede auf der Zunge, der am Bett Knieende


