Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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erfuhr er bei dieſer Audienz, nämlich daß ſeine gnä⸗ dige Stiefmama zu dreijährigem Hausarreſt verurtheilt, jetzt, wo dieſe Straffriſt geendet ſei, auf dem Kranken⸗ bette dem Tod entgegenſehe. Der Monarch bezeigte ſich außerordentlich gnädig, indem er ihm verſprach, nöthigenfalls ſein Beiſtand zu werden.

Unter des engliſchen Geſandten Villiers Vermitte⸗ lung kam in Dresden der Friede außerordentlich raſch, ſchon am 25. December zu Stande, in welchem dem Könige von Preußen nicht nur der Beſitz Schleſiens zuerkannt wurde, ſondern auch Sachſen die verunglückte Intrigue ſeines Blutſaugers Brühl mit einer Million Thaler an Preußen bezahlen mußte. König Friedrich und der alte Deſſauer verließen gleich nach den Weih⸗ nachtsfeiertagen die ſächſiſche Hauptſtadt. Letzterer beehrte noch den Abend vorher den Grafen Fortunatus mit einem Beſuche, denn, wie er ſich ausdrückte, ſei er gern unter Menſchen, welche ſeine Annelieſe gekannt, Zeichen ihrer Güte empfangen hätten und dafür ſie in dankbarer Erinnerung liebten. Und als er dem Gra⸗ fen und deſſen Gemahlin die Hände zum Abſchiede reichte, ſagte er lachend:Höre Er, Grenadier Alm, deſertire Er ums Himmelswillen nicht wieder, und dabei blinzelte er mit den Augen auf deſſen Gemahlin Marie.Das Deſertiren iſt eine Schwerenothsgeſchichte.