auch mit der rechten Hand den Rahmen, die Kraft ſeines Widerſtandes dadurch vermehrend. „Unartiges Kind Dul Weg mit den Händen, laß los!“ Der kleine Fortunat erhob ein gellendes Geſchrei, da ſich ihm die unangenehme Bemerkung aufdrängte, daß ſein Widerſtreben ein unnützes ſei. Der Graf hatte Mühe, die kleinen Hände von dem Rahmen zu entfernen. In dieſer Beſchäftigung, die ihn zum Zorn anregte und ihn ganz überſehen ließ, was unten auf der Straße vorging, hörte er plötzlich von einer be⸗ kannten Stimme die Worte in ſein Ohr dringen: „Straf' mich Gott, das iſt der Alm, der Deſerteur!“ Ein Blick hinunter und Fortunatus erſtarrte. Er ſah den Korporal Bank und zwei Grenadiere des Halle⸗ ſchen Muſterregiments in voller Armatur, wie Patrouillen oder Ablöſungen zu erſcheinen pflegen. Mechaniſch ſchloß der Graf das Fenſter, Fortunat lief ſchreiend ins Nebenzimmer zu ſeiner Mama. Polternde Tritte auf der hölzernen Treppe verkündeten das Heraufſtür⸗ men der Soldaten. Entſetzen hatte den Grafen ge⸗ ſchlagen, er wankte ins Gemach zu ſeiner Gemahlin, die den Knaben zu beruhigen ſuchte.„Marie, dem Schickſal, dem ich entgehen wollte, bin ich verfallen“, ſagte Fortunatus mit bebender Stimme.„Fortunat's Geſchrei hat mich verrathen. Auf der Straße vorüber⸗
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