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gehende Grenadiere von des Deſſauers Leibregiment haben mich erkannt, ſie kommen, um mich feſtzunehmen.“
Die Gräfin ſtieß einen herzzerſchneidenden Schrei aus. Draußen hatte ſich ſtarker Wortwechſel zwiſchen einer Frauenſtimme und der eines Mannes erhoben. „Mich leimt Sie nicht wieder, Frau!“ rief letzterer. „Vorwärts Leute! Eingedrungen! Ich habe den De⸗ ſerteur erkannt, das iſt genug. Schlagt die Thüren ein, wenn ſie nicht gutwillig geöffnet werden. Wird unſer alter Schwerenöther ſchmunzeln, wenn er den Kerl zur Galgenquaſte machen kann.“
„Halt! Ich erinnere mich an etwas, das mich viel⸗ leicht retten kann“, ſprach der Graf, und zu ſeiner Gemahlin tretend, ſagte er aufmunternd:„Marie, gib noch nicht alle Hoffnung auf. Es gibt etwas, das den Fürſten zwingen wird, mich frei zu geben, will er nicht ſelbſt als Verräther vor den Augen des Königs er⸗ ſcheinen. Im unterſten Schubfach meines Schreib⸗ pultes—“
Zum Weiterreden kam er nicht. Im Nebenzimmer verurſachte das ungeſchlachte Auftreten der Soldaten einen tumultuöſen Auftritt; Frau Doris Schomer und Frau Melchior wollten ſie abhalten, in das Zimmer einzudringen, in dem die Gräfin ſich befand. Korporal Bank fluchte und wetterte wie ein Landsknecht und


