Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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Schreibens an Anna's Mutter betraf, ſo war dies ge⸗ ſchehen und im Verlaufe der nächſten Zeit eine Ant⸗ wort zu erwarten. Mit Seiner Durchlaucht Herrn Leupold hatte der Hofmedicus einige Male Berlin be⸗ ſucht. Es war ſelbſtverſtändlich, daß er daſelbſt den Advocat Homilius kennen lernte.

Graf Almeslo wird ſo lange in ſicherer Verbor⸗ genheit leben, als er den Gedanken fern von ſich hält, ſein Kind beſitzen zu wollen, meinte Herr Homilius. Meine Schwägerin hat mir brieflich darüber Mit⸗ theilung gemacht, und wenngleich dieſer Wunſch bei dem Grafen und ſeiner Gemahlin ein ganz natürlicher iſt, wie jeder Vater, jede Mutter denſelben haben wird, ſo kann ich mich doch nicht der Befürchtung erwehren, daß mit der Verwirklichung deſſelben neues Unheil über den Aermſten hereinbrechen kann. Ich habe die Vorſicht geübt, kein Wort von dem Leben des Grafen an den alten Harbich zu melden. Es iſt für alle Fälle beſſer, daß dieſer darüber in Unkenntniß bleibt. Der Graf iſt um ſo ſicherer vor Verrath geſchützt. Letzterer iſt nie außer Augen zu laſſen.

Dieſe Vorſicht war nicht zu tadeln, der gewandte Advocat hatte in ſeiner Praxis zu viel Menſchenkenntniß erworben, um ſie nicht überall zu verwerthen, wo es ihm nothwendig ſchien. Ein Schreiben, welches der