Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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Hofmedicus von Fortunatus erhalten hatte, ſchilderte deſſen häusliches Glück in den lebhafteſten Farben.

Der Graf ſchrieb ihm:

„Mein lieber, theurer Freund! Ich hätte nie ge⸗ glaubt, daß ſo viel Märchenhaftes ins Menſchenleben treten könnte, um uns nicht allein zu ſtaunenden Be⸗ wunderern von ſeltſamen oder vielleicht, beſſer geſagt, ſeltenen Wandlungen des Schickſals, ſondern ſogar zu Hauptperſonen zu machen, um die ſich ſo recht im eigent⸗ lichſten Sinne des Wortes ein Gewebe von unglaublich ſcheinenden Begebenheiten dreht, welche den Stempel der Zauberei tragen. Wir ſind ſolche Hauptperſonen, wir, ich und meine geliebte Marie. Gleich erſchrecken⸗ den Wandelbildern ziehen unſere Erinnerungen an Ver⸗ gangenes an uns vorüber. An mir jene entſetzlichen Momente, wo ich die Tappenburg leer, meine Gemahlin geraubt fand; wo mich die abſcheulichſte Bosheit in den Armen⸗Seelen⸗Tümpel verſenkte, damit ich elend hinſtürbe und für immer aus der Liſte der Lebenden geſtrichen ſei; wo ich im gerechteſten Zorne über dieſe an mir verübte ſchändliche That den Nichtswürdigen niederſchoß mitten im Friedensbann des kaiſerlichen Luſtſchloſſes; wo ich der Feſtung entſprang und die langen einſamen Wälder der Balkanhalbinſel als hungri⸗ ger Flüchtling durcheilte, um endlich als elender Schiffs⸗