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dem ſie ſich unterwerfen mußte, von ihr als eitles Beiwerk bemitleidet wird. Und ſo war ſie wirklich. Sie ragte geiſtig hoch über ihre Zeitgenoſſinnen empor, aber ſie war keine Glückliche.“
„Ich kenne die Lebensgeſchichte dieſer Königin nicht, weiß aber, daß ſie die Freundin des großen Leibnitz war.“
„Sie war keine Glückliche“, wiederholte die Prinzeß. Ihre Ehe war wohl eine friedliche, aber nicht ihrer Neigung entſprechend. Sie durchkoſtete wie ſo viele Fürſten⸗ töchter ein liebeleeres Daſein unter der Maske des Glücks. Glaubt Er nicht, daß dies das ſchmerzlichſte Geſchick für eine Fürſtentochter iſt?“
„Ich zweifle nicht.“
Nach einer Pauſe, während welcher ſie das Auge zu Boden geſchlagen hatte, ſprach ſie weiter:
„Man hat mir erzählt, daß ſie, ehe ſie der ſtrengen Anforderung ihres hohen Standes falgen, ich meine, ihre Hand dem preußiſchen Kurfürſten reichen mußte, ein zartes Verhältniß mit einem jungen Manne gehabt habe, der als Bürgerlicher ein bei Hofe beſtehendes Amt bekleidete. Mit gebrochenem Herzen habe ſie ihre Heimat verlaſſen, um die Gemahlin eines Königs zu werden.“
„Es iſt alſo eine beklagenswerthe Täuſchung, wenn die Leute königlichen Glanz für ein Palladium alles Lebensglücks anſehen“, bemerkte der Doctor.
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