Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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Wer da? fragte die plötzlich in ihrer Anſchauung Geſtörte.

Ich, gnädigſte Prinzeß.

Es folgte keine Antwort ſofort, die Prinzeß hatte ſich wieder dem Gemälde zugekehrt. Er blieb ſtehen, wirklich nicht wiſſend, ob ihr ſein Kommen unerwünſcht ſei oder ob ſie es für ſelbſtverſtändlich halte, daß er hier bleibe. Aus dieſer Ungewißheit wurde er indeß bald erlöſt, denn ohne ſich nach ihm umzuwenden, fragte ſie: Was lieſt Er aus dem Geſicht dieſer Königin?

Ich

Er ſteht nicht neben mir? fragte die Prinzeß, verwundert nach ihm ſich umſehend.Ich glaubte das.

Ich wollte Sie nicht ſtören, Prinzeß. Sie waren in die Anſchauung des Bildes ſo ſehr vertieft, als ich eintrat.

Es iſt ſo. Das Bild übt einen ungemeinen Reiz auf mich aus.

Es iſt ein ſchönes Stück Arbeit, welches der Maler geliefert hat.

So meine ich es nicht ganz. Der Maler hat nicht nur ein ſchönes, ſondern ſogar ein wunderbares Stück Arbeit in dieſem Bilde geliefert, denn er hat den Geiſt gemalt. Sehe Er dies feine Lächeln auf dem Antlitz der Königin. Es deutet an, wie dieſes Ceremoniel,