Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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17 verhängte, ſeine Laune daher eine außerordentlich hei⸗ tere war.

Nun, Annelieſe, ſagte er ſehr gütig, ſich neben ſie ſetzend und ihre Hand ſtreichelnd, njetzt wird's bald Zeit werden.

Wozu?

Mir wieder zu prophezeien.

Die hohe Frau antwortete lachend:Bringe mich etwa in das Gerücht, dergleichen Handwerk zu trei⸗ ben.

Der alte Herr bemerkte ſehr vergnügt ſchmunzelnd: J nu, eine Hexe biſt Du mein Lebtag geweſen, das kann ich mit ſieben Eiden beſchwören.

So? Aber nicht beweiſen.

Beweiſen, entgegnete Seine Durchlaucht mit Nach⸗ druck und ihr die Backen ſtreichelnd, fuhr er fort:Hat nicht meine höchſtſelige Frau Mutter manchmal im Zorne zu mir geſagt:Ich glaube, die Annelieſe hat Dich behext? Und da hatte ſie Recht;'s kann auch nur mit Hexerei zugegangen ſein, daß ein ſolcher Teu⸗ fels⸗Vorlauf, wie ich doch in meiner Jugend zu ſein die Ehre hatte, von Dir ſo feſt am Bande gehalten worden iſt.

Reut Dich's, Leupold?

Und dabei ſah ſie mit ihren milden klaren Augen

Franz Carion, Ein deutſcher Fürſt. V. 2