Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Vers 12 vorgeſchrieben worden, welcher letztere lautet: Einem Weibe aber geſtatte ich nicht, daß ſie lehre, auch nicht, daß ſie des Mannes Herr ſei, ſondern ſtille ſei. Es ſollte jedoch nicht Kapitel 2, Vers 12, ſondern Vers 1 und 2 heißen, weshalb König Friedrich, als er davon in Kenntniß geſetzt wurde, ſich beeilte, durch die Zeitung dieſen Fehler veröffentlichen zu laſſen.

Die durch einen Kurier dem Deſſauer zugeſchickte Nachricht vom Mollwitzer Siege machte den alten Herrn ganz wirblig vor Vergnügen, denn nicht nur, daß in der königlichen Mittheilung ſeinem Sohne das größte Lob geſpendet wurde, ſondern Seine Majeſtät gedachte auch des ihm ſchmeichelhaften Umſtandes, daß jeder ein⸗ zelne Mann, der durch ihn zu ſolcher Trefflichkeit aus⸗ gebildeten Infanterie ſich als Held bewährt und der Sieg dadurch entſchieden worden ſei. Das Lager von Genthin hallte vom Geſchützdonner wieder, mit dem Herr Leupold den Sieg feierte, und ein Tedeum wurde abgehalten, bei dem ſein Grenadierregiment die üblichen Gewehrſalven gab. Es war ein Luſttag für das von ihm commandirte Armeecorps, an dem er es nicht an freigebigen Spenden für die immer durſtigen Kehlen ſeiner Soldaten fehlen ließ. Dieſer Tag zählte zu den wenigen in ſeinem Leben, an denen er keine Strafen

tere

ſie