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denz ſo viel Aehnlichkeit mit den prächtigen Gegenden Mittelitaliens gibt.
Aus den Fenſtern ihrer Wohnung konnten die Wie⸗ dervereinigten dies reizende Landſchaftsbild überſchauen. Welches Glück! Marie umſchlang fröhlich weinend in der Wonne dieſes beſcheidenen, aber doch ſo ſchönen Aſyls, welches ſie nach langem Leid gefunden, ihren Gemahl. Ihre Erinnerungen wendeten ſich nach der ſtillen, von der Welt gleichſam abgeſchiedenen Tappen⸗ burg zurück, und wie ein Stich fuhr ihr der Gedanke durch Kopf und Herz, daß, wie dort der feindliche Haß ſie gefunden und ſo harte Prüfungen über ſie gebracht, dies auch hier der Fall ſein könnte.
„Zage nicht“, ſprach Fortunatus tröſtend.„Die Hand, die uns ſo wunderbar wieder vereinte, wo doch unſere Hoffnungsſterne alle dahingeſunken ſchienen, ver⸗ läßt uns ſicher nicht. Jetzt fehlt noch etwas zu unſerm Glücke, etwas, das unſern Herzen theuer iſt; auch dies wird uns zurückgegeben werden.“
„Unſer Kind“ ſprach Marie leiſe, durchſchauert von dem Gedanken an jene Stunde, wo ſie, dem Tode nahe, den brechenden Blick auf das kleine Weſen, dem ſie das Leben gegeben, gerichtet hatte.
„Ja, unſer Kind“, ſtimmte Fortunatus bei.
Der Hofmedicus trat Abſchied nehmend zu ihnen.


