Teil eines Werkes 
5. Bd. (1868)
Entstehung
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Plauenſche Grund, dieſe faſt drei Stunden lang ſich hinſtreckende Felſengaſſe, durchſtrömt von der Weißeritz, und auf ihren beiderſeitigen Thalwänden wie in ihrem Schooße, der ſich in der Mitte dieſer reizenden Felſen⸗ partie auf die Weite von einer Stunde ausbaucht, freund⸗ liche Dörfer mit reichen Obſtpflanzungen tragend, öffnet ſeinen Eingang der Stadt zu, und die zwiſchen dieſem und der Stadt mitten inne liegende Ebene prangte damals wie heute im Schmucke der Ländlichkeit, grüne Wieſenſtrecken, reiche Ausbeute bringende Felder und einzelne wie in Gruppen zuſammenſtehende Häuſer breiteten ſich ringsum aus. In der nächſten Nähe dominirte damals ſchon das ſogenannte Feldſchlößchen auf erhabenem Standpunkt als wirkliches, mitten in Fruchtfeldern ſtehendes Schlößchen, deſſen Thurm wie eine Warte emporragte. Und rechts und links, wohin das Auge nur blicken mochte, ward es geſättigt von der Fülle ländlicher Schönheit einer ſanft lehnan ſich hebenden Ebene.

Damals war dieſe Vorſtadt eine ziemlich ſtille, wenngleich die Bewohner Dresdens an Sonn⸗ und Feiertagen und bei ſchönen Abenden ihren Zug durch den Poppitz nach den Plauenſchen Höhen nahmen, um die wohlthuende und reine Bergluft zu athmen und der herrlichen Natur ſich zu erfreuen, die ihrer Reſi⸗