kurfürſtlich ſächſiſcher Generallieutenant, ein Herr, der durchaus nicht ſeines durchlauchtigen Vaters Zuneigung beſaß, da er ein gelehrter Militär war, was nach ſeines gnädigſten Papas Meinung ſo viel hieß, als 3 ein Kerl, der mit der Neigung eines Krebſes, rück⸗ wärts zu marſchiren, behaftet ſei und von einem friſchen, fröhlichen Drauf und dran gar keinen Begriff habe.
Frau Annelieſe hatte das Einfädeln dieſer Ange⸗ legenheit übernommen. Ein paar Zeilen von ihr an Eugen, dieſen von ſeinem durchlauchtigen Vater nicht geliebten Sohn, forderten denſelben auf, an ſie ein Schreiben zu ſenden, in welchem der Wunſch ausge⸗ ſprochen ſei, mit dem Deſſauer Hofmedicus über ſeine zunehmende Kränklichkeit ſprechen zu können. In der günſtigen Laune, in welcher ſich Herr Leupold befand, war es zu erwarten, daß derſelbe nicht nein ſagen werde und am Tage vorher, ehe der Durchlauchtige nach Berlin abreiſen wollte, hatte Frau Annelieſe ihn mit dem Wunſche Eugen's bekannt gemacht und zwar in Gegenwart der Prinzeß Amalie.
„Meinetwegen, ich will nichts dagegen haben“, hatte der Fürſt geantwortet.„Glaub's aber nicht, daß aus einem Marzipankerl einer von Eiſen wird. Wunder kann mein Hofmedicus auch nicht thun.“
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„Das erwartet Eugen auch nicht; aber erſtens iſt


