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darum gäbe, wenn er dieſen gottſträflichen Hundsfott zu erlangen wüßte, ſo ging doch Alles in Gnaden ab. Sein Grimm hielt ſich, da ſein Denken jetzt auf Größe⸗ res gerichtet war, das ihn faſt ausſchließlich in Anſpruch nahm, in Schranken. Die über Alm's Deſertion auf⸗ genommenen Protokolle, welche eben nichts Anderes darlegten, als daß er ſpurlos verſchwunden ſei, ſtrich er wie der würdigen Frau Binſe Karten vom Tiſche herunter mit der Bezeichnung:
„Lumperei, nichts als Lumperei! Die Canallle iſt fort. Wie? Davon ſteht nichts in dem verſchmierten Papier; aber krieg' ich ihn jemals, läuft er eine ſo lange Gaſſe, als er überhaupt laufen kann und dann laſſe ich die Beſtie hängen. Hat er mir ein Kinkerlitzchen gemacht, mache ich ihm wieder eins, das er gleich als Laufpaß zu Teufels Großmutter mitnehmen kann.“
So ſchlimm dieſe Zuſicherung des Gewaltigen in Betreff der Zukunft des glücklich Entſprungenen lautete, ſo übte ſie doch wenigſtens für jetzt keine Un⸗ annehmlichkeit auf dieſen aus. Für ſeine nächſte Zu⸗ kunft hatte Prinzeß Amalie im Verein mit ihrer gnä⸗ digſten Mama einen Plan entworfen, der ihm die möglichſte Sicherheit in Ausſicht ſtellte. Er ſollte mit ſeiner Gemahlin nach Dresden gebracht werden.
Dort lebte der vierte Sohn Herrn Leupold's als 13⸗


