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eine Einladung von König Friedrich, ſofort nach Ber⸗ lin zu kommen. Faſt toll in ſeiner Freude ſtürzte der alte Herr mit dem königlichen Schreiben in das Ge⸗ mach ſeiner Gemahlin.
„Annelieſe, der Teufel iſt los!“ ſchrie er.„Haſt Recht gehabt, er würde mich ſchon rufen, wenn er mich brauchte. Da ſteht's Schwarz auf Weiß, er braucht mich, er hat den alten Deſſauer nicht vergeſſen. Lies, lies! In zwei Stunden fahre ich nach Berlin.“
Die hohe Frau, ihm das durchleſene Blatt zurück⸗ gebend, bemerkte lächelnd:
„Es iſt mir lieb, daß Du ſiehſt, wie es keiner Kar⸗ tenſchlägerei oder ſonſtiger Prophetie bedurfte, um etwas voraus zu verkündigen, was nicht ausbleiben konnte.“
„Haſt Recht, haſt Recht“, ſtimmte der Fürſt bei. „'s crepirt mich drum auch ganz verflucht, daß ich mir von der alten Schwerenothshexe—“
Sich beſinnend, daß er in ſeinem Freudeneifer etwas verrathen, was zu verſchweigen jedenfalls beſſer geweſen wäre, hielt er plötzlich ein, aber der Blick des größten Erſtaunens, den ſeine Gemahlin auf ihn rich⸗ tete, brachte ihn in ſo große Verwirrung, daß er ſich nicht anders zu helfen wußte, als ſich in einer An⸗ wandlung von Zorn über ſich ſelbſt Luft zu machen.
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