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„Es iſt mir ſogar lieb, daß Er mich dazu auffordert. Habe ſchon lange hin und her geſonnen, womit ich Ihm meinen Dank für Seinen ſorgſamen Beiſtand in mei⸗ ner Krankheit an den Tag legen ſoll.“
„Gnädigſte Frau, hier ſteht Jemand, der den ge⸗ gründetſten Anſpruch hat, mit mir ſich dieſer gütigen Geſinnung Ihrer Durchlaucht zu erfreuen“, verſetzte der Hofmedicus, auf Anna deutend.
„Sieht Er, wie ſich das glücklich trifft!“ ſprach die hohe Frau lächelnd.„Kann ich weniger für Euch beide thun, als Euern Wunſch unterſtützen?“
„O meine herzensgute gnädigſte Herrin!“ rief Anna, vor ihr niederſinkend.„Bin ich's denn werth, daß mir ſo große Huld zu Theil werden ſoll, und habe doch ſo ſchwer gefehlt?“
„Stehe Sie auf, ſtehe Sie auf! Sie iſt an die falſche Adreſſe gerathen. Dem da hat ſie zu danken, nicht mir. Spiele Sie aber nie wieder die Rolle jener Engel, die in ihrer Verblendung von ihrem Herrn und Meiſter abfielen!“
„Nie, nie!“
Während der Sonnenſchein der Milde und Ver⸗ gebung dieſe Beiden beglückte, fiel auch in Herrn Leu⸗ pold's ärgerliches Gemüth ein Freudenſtrahl, auf den er durchaus nicht gerechnet hatte. Ein Kurier brachte ihm


