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Stiefbruders, des Baron Walkotſch, geworden; der Schuß hat dieſen nicht getödtet, ärztliche Kunſt den Elenden am Leben erhalten, auf ſeinem Erbgute bei Strehlen in Schleſien ſieht er ſeiner Wiederherſtellung entgegen.“
„Ich kenne Seinen Freund, den Grafen, nur aus dem, was meine Tochter Amalie mir von ihm erzählt hat, aber ich freue mich um ſeinetwillen, daß der Vor⸗ wurf dieſes Mordes von ihm genommen iſt“, ſprach die Fürſtin.„Was ſeine Fortſchaffung von hier an⸗ langt, ſo wollen wir darüber mit einander berathen. Mein Himmel, es iſt für ſo Vieles ein glücklicher Aus⸗ weg gefunden worden, warum ſollten wir nicht auch einen in dieſer Sache finden!“
„Und nun, gnädigſte Frau, geſtatten Sie mir, auch für mich ſelbſt zu ſprechen“, redete der Hofmedicus weiter, und indem er Anna's Hand ergriff, näherte er ſich der hohen Frau mit den Worten:„Wir Beide be⸗ dürfen Ihrer Fürſprache. Ein Schreiben von Ihnen, gnädigſte Frau, an Anna's Mutter in Bezug auf die eheliche Verbindung zwiſchen uns dürfte die Hinderniſſe beſeitigen, welche derſelben entgegenſtehen, Frau von Audritzky unſern Wünſchen geneigt machen.“
„Das verſpreche ich ihm“, ſagte die Fürſtin, ihm die Hand reichend, die Doctor Stoll ehrerbietigſt küßte.


