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nicht etwa wieder in ihr altes Leid verfällt und unter⸗ geht. Sie verſteht mich wohl, Anna? Der zweite Irr⸗ thum iſt immer ſchlimmer als der erſte.“
Doctor Stoll hatte ſehr Ernſtes mit der Fürſtin zu beſprechen. Er berieth ſich nämlich mit ihr über die Art und Weiſe, auf welche Fortunatus in Sicher⸗ heit gebracht werden ſolle. Das war allerdings eine
ſchwere Aufgabe, die ſich nicht ſofort löſen ließ, ſondern
Zeit und Weile haben wollte.
„Es iſt aber doch ſchrecklich, daß Ihr Leute Euer Vertrauen in dieſer Sache gerade auf mich ſetzt!“ rief Frau Annelieſe ſcherzend.„Haltet Ihr es denn nicht für Sünde, daß ich gegen meinen durchlauchtigen Ge⸗ mahl handeln ſoll?“
„Gnädigſte Frau, man iſt in Deſſau gewohnt, Sie als einen Schutzgeiſt zu betrachten“—
„Er will mich wohl mit Flatterien kirren?“
„Die Sache iſt zu ernſt, um eine Unwahrheit zu rechtfertigen, gnädige Frau. Es liegt ein tiefer Sinn in dem alten Worte: vox populi, vox dei, Volkes⸗ ſtimme iſt Gottesſtimme. Ich wahre mich gegen jeden Vorwurf, dieſen uralten Spruch in leichtfertiger Weiſe profanirt zu haben. Was Graf Almeslo betrifft, ſo iſt ſeine Rettung gewiſſermaßen ein Pflichtgebot. Er⸗ ſtens iſt es nicht ſeine Wahl, Grenadier geworden zu
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