Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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35 werden könne, den mir gewordenen Auftrag nicht nach Möglichkeit inſinuirt zu haben.“

Schweigend nahm der Lothringer das Schreiben und die Aeußerung des Herrn von Bartenſtein:„Es dürfte nicht ſchaden, wenn der Herr Geſandte königlicher Majeſtät von Preußen auch uns mit dem Inhalte dieſes Handſchreibens eines allergnädigſten Herrn be⸗ kannt machen wollte. Es iſt nicht zu zweifeln, daß ſehr feine, ſubtile Auseinanderſetzungen der obſchwebenden Verhältniſſe darin zu leſen ſein werden, da königliche Majeſtät von Preußen ſich ſehr wohl auf die Feder verſteht und mit allen erleuchteten Geiſtern dies⸗ und jenſeits des Rheines correſpondirt“— mußte als Anlaß betrachtet werden, daß Baron Gotter mit eiſiger Ruhe die Bemerkung machte, daß, wenn beſagtes königliches Schreiben laut vorgeleſen würde, dieſer ſehr gerechte Wunſch Herrn von Bartenſtein's aufs einfachſte und ohne irgend welche Zeitvergeudung ſich erfüllen laſſe.

„Leider“, fügte der preußiſche Botſchafter ironiſch hinzu,„bin ich nicht ſo glücklich, dem Herrn ge⸗ heimen Hofrath von Bartenſtein eine derartige, an Ihn adreſſirte Correſpondenz, wie mein König und Herr mit erleuchteten Geiſtern anknüpft und führt, über⸗ reichen zu können, und bitte, mir das nicht entgelten

laſſen zu wollen.“ 3*