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ſeines Auftrags ſich entledigte. Starres Staunen er⸗ griff die Genannten bei Anhörung dieſer Forderung.
Bartenſtein war der erſte, der ſich ermannte und zornig und voller Spott ausrief:„Wie? Der Vater mußte als Erzkämmerer dem Kaiſer das Waſchbecken reichen und der Sohn will jetzt des Kaiſers Tochter Geſetze vorſchreiben?“
Wie wäre es möglich geweſen, daß die in ſtolzeſtem Wahne von der olympiſchen Macht Oeſterreichs auf⸗ gewachſenen und alt gewordenen Diplomaten nur dem Gedanken bei ſich hätten Raum geben können, daß die glorreiche Waſchbeckenzeit im Verſcheiden ſei!
Ein kühles Lächeln flog über Gotter's Geſicht, er hörte mit ſtoiſchem Gleichmuthe die Expectorationen der Herren an und zog dann einen an ihn ſelbſt von ſeinem König gerichteten Brief aus der Taſche, und ihn
dem Großherzog Franz überreichend, ſprach er mit tiefer
Verneigung:
„Wollen Kaiſerliche Hoheit, der Herr Großherzog die allerhöchſte Gnade haben, Einſicht von dieſem an mich adreſſirten Schreiben meines königlichen Herrn zu nehmen? Es enthält deſſen Anſchauungen, und ich glaube ſehr wohl zu thun, wenn ich dieſelben Eurer Kaiſerlichen Hoheit, dem gnädigſten Herrn Großherzog zur Kenntniß bringe, damit mir kein Vorwurf gemacht
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