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Herr von Bartenſtein fühlte den Stich und verbarg ſeinen Aerger unter einem gleichgültig ſcheinen ſollen⸗ den Lächeln.
Graf Kinsky, der böhmiſche Kanzler, wurde vom Großherzoge mit der Vorleſung des in Rede ſtehenden Briefes betraut und tiefe Stille herrſchte im Gemache. Man war geſpannt, die Definitionen der Anſprüche des königlichen Nachbars kennen zu lernen.
Der Schlußſatz des Schreibens lautete folgender⸗ maßen:
„Somit iſt die vollkommenſte Erläuterung, wie ſehr ich im Rechte bin, Ihnen, Herr Baron, zur Kenntnißnahme hier mitgetheilt. Ich beabſichtige nichts, als ein meinen in Gott ruhenden Vorfahren zugefügtes ſchweres Un⸗ recht gut gemacht zu ſehen. Dazu bin ich als König verpflichtet, und meine Abneigung gegen bloße Titel, ſowie gegen Schatten, hinter denen nichts Reelles iſt, dürfte Ihnen bekannt genug ſein, um Ihnen die Ueber⸗ zeugung zu geben, daß ich mich nicht leichtſinnig ab⸗ ſpeiſen laſſen werde, wo es einen mir zu erfüllenden Rechtsanſpruch gilt. Will ſich der Großherzog(Maria Thereſiens Gemahl) zu Grunde richten, ſo mag er's thun.“
Baron Gotter hielt den Blick feſt auf den im Briefe erwähnten Großherzog gerichtet und es entging
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