26 wunderbar führt— und ich bekenne, daß ich den Glau⸗ ben an Gott unter den ſchweren Schickſalsſchlägen, die mich getroffen, verloren habe— ſo danke ich es Dir. Unſer Zuſammentreffen erkenne ich jetzt als eine Fü⸗ gung, die mir mit einem Male einen Lebenszweck vors Auge führt, an welchen meine Seele nicht dachte, ja nicht denken konnte, da ich ihn nicht kannte. Ich habe ein Erbtheil zu bewahren, ein Heiligthum, das mir meine theure unglückliche Gemahlin hinterlaſſen, einen Sohn. Darum muß ich leben, um ihm zu dem Beſitz der Rechte zu verhelfen, welche ihm durch ſeine Geburt in rechtmäßiger Ehe gebühren. Und eine Stimme wird jetzt laut in mir, die mir Muth gibt, dieſe Aufgabe zu löſen. Möge mein Schickſal ſich wenden, wie es immer wolle, Barthel, laß uns treue Kameraden bleiben. Schlage ein, Barthel!“
„Soll ſo ſein!“ rief der Aufgeforderte, in die hin⸗ gehaltene Hand einſchlagend.„Ich bin zwar nur ein Gerbergeſell, aber in der Rechtſchaffenheit nehm ich's mit Jedem auf und wäre er König oder Kaiſer.“
„Und nun erzähle weiter. Weißt Du den Namen des Meierhofes oder des nächſten Ortes?“
„Will ich meinen“, bekräftigte Barthel.„Das nächſte Dorf, das ich am Morgen erreichte, heißt Faulbrück.“ „Ein Beſitzthum unſeres Hauſes. Ich war vor


