Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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Der Beſitzer dieſes Hauſes lebte mit ſeiner Familie ganz abgeſchieden von der Welt, und außer Jägers⸗ leuten kam hierher wohl ſelten ein anderer Menſch zu Beſuch. Deshalb machte ſein Klopfen ans Fenſter, durch das er die Familie im Scheine einer kleinen Lampe um ein höchſt frugales Abendbrod ſitzen ſah, auch ſo erſchreckenden Eindruck auf dieſe. Die Kin⸗ der ſchrieen hell auf, die Frau ſchlug die Hände vor Schreck in einander, der Mann ſprang nach der Wand und riß ſeine Büchſe herab und ein gewaltiger Hund, der jedenfalls bisher unter dem Tiſche gelegen, denn Fortunatus hatte ihn nicht früher geſehen, tobte bellend ans Fenſter und zeigte dem Hereinſchauenden ſein un⸗ tadelhaftes Gebiß.

Es bedurfte einer ziemlich langen Erklärung von ſeiten des Triefenden, ehe der Bewohner des einſamen Hauſes ſo viel Vertrauen zu ihm faßte, ihn unter ſei⸗ nem Dache aufzunehmen.

Die Sicherheitszuſtände in der kaiſerlichen Reſidenz⸗ ſtadt Wien und deren Umgegend waren keineswegs der Art, daß ſie Vertrauen eingeflößt hätten, obwohl ſeit einiger Zeit, um den vielen Straßenſkandalen und den nur allzu oft vorkommenden Mord⸗ und Raubthaten die Stirn zu bieten, eine ſtändige Militärgarniſon und zwar die erſte in Wien errichtet worden war. Dieſe im