Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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zuführen, ohne daß dort ein Eclat dadurch geſchähe. Ich willfahrte darin Deinem Vater und zugleich meiner Mutter, und gewiß war meine Bereitwilligkeit, mich dieſem Anſinnen zu fügen, ein Glück für Deine Ge⸗ mahlin, denn es dürfte wohl unmöglich geweſen ſein, ihr einen für jeden ihrer Wünſche aufmerkſamern Reiſe⸗ marſchall zu geben. Doch um Dir Alles mitzutheilen, dazu gehört Zeit. Erlaube mir zuvor, die zu Beſuch bei mir ſich befindenden Freunde zu verabſchieden, oder beſſer noch, komm mit, Fortunatus, ich werde Dich ihnen vorſtellen. Es ſind liebenswürdige Seelen, und da Du doch, wenigſtens eine Zeit lang, hier in Wien bleiben wirſt, ſo dürfte Dir ihre Bekanntſchaft angenehm ſein.

Ich danke für jetzt. Ich befinde mich in zu großer Aufregung, um mich Jemand als guten Geſ llſchafter empfehlen zu können.

Was nicht heute geſchieht, wird alſo morgen ge⸗ ſchehen. In wenigen Minuten bin ich wieder bei Dir.

Der Baron enteilte dem Zimmer und Fortunatus blieb allein, ſeiner baldigen Rückkehr harrend.

Welches Chaos von Gedanken durchflutete jetzt ſein Hirn! Marie, ſeine Gemahlin, lebte, lebte hier; aber wo? In welchem Verhältniß? Das wußte er noch nicht; doch der Baron hatte es geſagt, ohne zu ahnen,

daß er nicht darum wiſſe, und der Baron mußte dem⸗