Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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ſie fürchteten die Spitze ſeiner Waffe und das irre, blitz⸗ ähnliche Feuer ſeiner Augen.

Plötzlich ſchien ein Gedanke die Uebermacht über ſeine Wuth zu erlangen. Ein augenblickliches Nach⸗ laſſen ſeiner Bemühung, in das Zimmer einzudringen, folgte.

Ich treffe ſie auf andere Weiſe! ſagte er leiſe vor ſich hin, und ohne die ihn mit Furcht anſtaunenden Bedienten eines Blickes zu würdigen, die blanke Klinge wie zur Vorſorge in der Hand behaltend, eilte er die breite Treppe hinab und zum Hauſe hinaus. Alle Nach⸗ forſchungen, wo er ſich in Breslau aufhalte, blieben vergeblich, ſeine Spur ſchien ausgelöſcht vor jedem Späherblick.

Der Graf Vater büßte das eben erzählte Erlebniß mit einigen Wochen ſchweren Unwohlſeins, während welcher Zeit ſeine Gemahlin die ihr höchſt widerwärtige Bemerkung machte, daß die Erinnerung an den omi⸗ nöſen Auftritt den alten Herrn zu einem Nachdenken verleite, welches für ſie nicht allzu günſtig ausfalle, denn er war zuweilen nicht aus einer Wortkargheit herauszu⸗ bringen, die ſie als untrügliches Zeichen bittern Un⸗ muthes gegen ihre Perſon wie gegen ſich ſelbſt deuten mußte, worin ſie ſich auch keineswegs täuſchte, denn eines Tages ſagte er zu ihr:

Franz Carion, Ein deutſcher Fürſt. III.