Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Deine durch einen Ketzenprieſter geſchloſſene Ehe war ungültig, die Perſon nichts Anderes als Deine

Maitreſſe. Zu ihrer und Deiner Ehre will ich glau⸗

ben, daß bei Euch beiden kein Gedanke an ein ſo ſchimpfliches Verhältniß aufkam, ihr einer ſchwärmeri⸗ ſchen Täuſchung bezüglich der Rechtmäßigkeit Eures Zuſammenlebens Euch hingabt. Niemand ſtand Dir zur Seite, der Dich aus dieſem Sündentraume geweckt hätte. Das entſchuldigt Dich.

Und um ſo viel Gutes zu ſtiften, wie Ihr ſtiften wolltet, mußtet Ihr zu der abſcheulichſten Lüge Eure Zuflucht nehmen? fragte Fortunatus und in ſein Ge⸗ ſicht trat wieder ein tiefes Roth, das in raſcher Welle ihm bis unters Stirnhaar emporſtieg.

Der Graf Vater mochte wähnen, daß es ihm ge⸗ lingen werde, den ſo tief empörten und ſeinen Grimm gewaltſam zurückdrängenden Sohn durch eine demſel⸗ ben feſt entgegengeſetzte Ruhe zu beherrſchen. Zu dem

Zwecke hob er an:

Du haſt gehört, daß die Sache mit meiner Be⸗ willigung geſchehen iſt. Es war nicht zu glauben, daß Du von Deinem letzten Krankenlager erſtehen würdeſt, deshalb mußte ſchnell gehandelt werden, um Deinen Fehler, ſo viel ſich thun ließ, zu verwiſchen, ihn dem Alles beobachtenden Auge der Welt für immer zu

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