Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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des Landes Vortheil, und Ihr dieſen ſowohl als jenen in allen Dingen vor Augen haben müſſet; ja des Lan⸗ des Vortheil muß den Vorzug vor Unſerm eigenen be⸗ ſonders haben, wenn ſich beide nicht mit einander ver⸗ tragen.

Ein ſtaunender Freudenſchrei ging durch alle Volks⸗ ſchichten.

Die frühere Plusmacherei durch die königlichen Behörden, wodurch ſo manche Familie arm geworden, war aufgehoben für immer. Es gab eine Unſittlichkeit weniger in der Welt.

Die Thätigkeit des jungen Monarchen erwies ſich als eine ſo außerordentliche, daß in vielen Branchen ein förmlicher Umſturz ſtattfand; ſelbſt die Feſſeln des Hofceremoniels erlebten durch ihn ihren Bruch, denn es war gegen alle bisherige Sitte, daß der König nach der Huldigung, die ihm die Berliner darbrachten, noch eine halbe Stunde auf dem Balcon verweilte und die durcheinander wogenden, freudig erregten Volksmaſſen betrachtete. Aber auch ein Weheſchrei erhob ſich im Lande. Ein königliches Reſcript vom dritten Juni hob die menſchenſchänderiſche Folter auf. Die Juriſten ſchrieen Zeter.

Zu den für den neuen Monarchen einige Tage ſpäter plötzlich ſehr günſtig Geſtimmten gehörte Herr