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Eifer für deren Ruhm und große Kriegstüchtigkeit an⸗ erkannt iſt.“
„Fürchten Eure Liebden nicht, daß ich zu den Ver⸗ blendeten gehöre, die ihre alten guten Waffen weg⸗ werfen, wenn ſie glauben, in der Handhabung neuer, die noch keine Prüfung beſtanden, mehr zu reüſſiren“, antwortete der junge König.„Es wird in den Büchern der preußiſchen Geſchichte wie im Gedächtniß des preußi⸗ ſchen Volkes ſtets unvergeſſen bleiben, was Preußens Heer Eurer Liebden verdankt, darum verſichere ich Sie nicht nur meiner dankbaren Anerkennung Ihrer hoch⸗ wichtigen Verdienſte um unſer königliches Haus, ſon⸗ dern auch, daß Sie als Lohn Ihrer Treue gegen meinen höchſtſeligen Vater meinen Eifer anzuſehen haben, in deſſen erleuchtete Intentionen einzugehen, die nie andere ſein konnten, als Sie und Ihre Söhne in dem vollen Beſitz Ihrer Stellen im Heere zu belaſſen.“
Eine kurze Pauſe folgte. Herr Leupold fühlte ſich ein wenig in der ſichern Erwartung beirrt, der neue Monarch werde dieſer Genehmigung zugleich freiwillig hinzufügen, wie er es ſelbſtverſtändlich finde, daß ſein bisheriger Einfluß und die bisher von ihm geübte Macht in allen militäriſchen Angelegenheiten ihm ver⸗ bleibe; aber darüber war kein Wort gefallen, und doch lag ihm ſo unendlich viel daran, über dieſen Punkt Ge⸗


