Teil eines Werkes 
3. Bd. (1868)
Entstehung
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Leupold allerdings ein wenig ſtutzen, indeß war er ein⸗ mal im Zuge und in Erinnerung ſeines ſtets bewährt gefundenen LoſungswortesDrauf und dran! ließ er es ſich gar nicht beikommen, daß der ihm gegenüber ſtehende junge Monarch den Angelpunkt ſeiner Rede ſchon im voraus kenne. Er fuhr deshalb ohne Zögern fort:

Der Abſchied, den mein königlicher Herr und Freund erhöhe ihn Gott zu allen Freuden des Himmels! von mir genommen, brennt mir noch wie Feuer in der Seele. Eure Majeſtät wiſſen, daß ich kein Mann von großen flunkrigen Redensarten und ſonſtigen Kinker⸗ litzchen bin dergleichen erlernt man nicht im Kriegs⸗ lager und iſt auch mein Lebtag nicht meine Sache ge⸗ weſen deshalb will ich nur geſagt haben, daß ich mich des Bewußtſeins erfreue, meines erhabenen Herrn und Königs Freundſchaft würdig befunden worden zu ſein, und daher auch keinen andern Wunſch haben kann, als daß dies von Eurer Majeſtät Seite ebenfalls der Fall ſein möchte. Wollte, das im Auge behaltend, Eurer Majeſtät darum meinen unterthänigſten Wunſch und Bitte zu erkennen geben, mir und meinen Söhnen unſere Stellen im Heer allergnädigſt zu belaſſen, da doch ſo zu ſagen unſer Deſſauer Name ſo recht eigent⸗ lich in Mark und Blut der Armee feſtſteht und unſer