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einer Arena, in der die Geiſter ſich tummeln, um bei günſtigen Chancen nöthigenfalls aufeinander zu platzen. Die auffallend zähe Lebenskraft des todkranken Königs verzögerte ſein Ende unerwartet und ermüdete den Hof bis zur Abſpannung, ja dieſer wurde ſogar zum ſtarren Staunen getrieben, als, anſtatt zur Leiche zu werden, der König ſich am nächſten Tage noch zur Parade und in den Stall fahren ließ.
Freilich war er einer Leiche, die bereits tagelang im Grabe gelegen, ähnlicher als einem Lebenden, denn
ſein Geſicht ſpielte in Grün und Gelb, aber aus ſeinen
Augen blitzte noch der Freudeſtrahl, ſeine lieben blauen Rieſen und ſeine ſchönen Roſſe zu ſehen.
Die folgende Nacht aber verſchlimmerte ſich ſein Zuſtand bedeutend. Als der Morgen des letzten Mai aus dem Nachtgrau aufdämmerte, ließ er ſich auf ſeinem Rollſtuhle in das Zimmer der Königin fah⸗ ren und weckte ſie mit den Worten:„Steh' auf! Ich kann nur noch wenige Stunden leben und will we⸗ nigſtens das Glück haben, in Deinen Armen zu ſter⸗ ben.“
Im Nu drang die Nachricht außerhalb des Schloſſes, in immer dichterer Menge ſammelten ſich die Potsdamer in lautloſer Stille um daſſelbe und ebenſo lautlos wurde es im Innern des Königshauſes, obwohl alle


