Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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zwungen, ihn an Dohna auszuliefern. Unſer Kronprinz hat's dem Dohna nie vergeſſen, daß er ihn auf dieſe Weiſe hinderte, König des mächtigen England zu wer⸗ den, um ſo mehr, als er in ſo viel Aerger und Zwiſtig⸗ keiten mit den auf den engliſchen Thron gekommenen Hannoveranern gerathen iſt.

Die Erwähnung des von ſeinem königlichen Freunde an den Hannoveranern genommenen Aergers, welcher ſo ſtark und tief eingewurzelt in deſſen Seele lebte, daß er nur auf dringende Mahnung des Hofpredigers Cochius ſich entſchloß, ohne Haß gegen Georg II. von England aus der Welt zu ſcheiden, weshalb er ſeiner Gemahlin, deſſen Schweſter, den Auftrag gab:Schreibe an Dei⸗ nen Bruder und ſage ihm, daß ich ihm alles Böſe, was er mir zugefügt hat, vergebe. Ja, ſchreibe ihm das, aber warte, bis ich todt bin regte auch das Gemüth Herrn Leupold's auf, denn an ihm nagte ebenfalls ein böſer Wurm gründlichſten Haſſes gegen Alles, was Hanno⸗ veraner hieß.

Er hatte ſich ſo ſehr in dieſe üble Erinnerung vertieft, daß er nicht bemerkte, wie aus einem auf der andern Seite des Corridors befindlichen Zimmer ein wohlbeleibter Herr getreten war und, als er ſeiner anſichtig geworden, an ihn herankam und die Frage an ihn richtete:Würden Durchlaucht es nicht vorzie⸗

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