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damer Schloſſe nicht, denn nicht nur die hohen Offiziere und die höchſten Staatsbeamten, ſondern auch ſämmt⸗ liche Hofchargen waren verſammelt, da der Leibarzt die Befürchtung ausgeſprochen, der erwartete Moment könne ſchnell, ja plötzlich eintreten.
Die Mitglieder des fremden diplomatiſchen Corps, welche ihre Kuriere bereit hielten, um ſofort die Nachricht von dem Hintritt des Königs an ihre Höfe zu berichten, gingen ebenfalls im Schloſſe ab und zu, deſſen Gemä⸗ cher geöffnet waren zur Aufnahme aller dieſer Herren.
Der alte Deſſauer war jetzt eben nicht ſehr ſprechlu⸗ ſtig, denn er hatte viel zu denken, und da dies gerade nichts Freudenreiches war, ſo erſchien auch ſein finſteres, wie von Wetterwolken überdunkeltes Geſicht zu wenig einladend, als daß einer oder der andere ſich hätte können aufgefordert finden, mit ihm eine Unterhaltung anzuknüpfen. Manchen aber mochte er ſchon als ein aus ſeiner Region der Geltung Geſtürzter erſcheinen, und ſein ſchweigſames, ganz gegen ſeine ſonſtige Ge⸗ wohnheit zugeknöpftes Weſen ließ recht gut die Ver⸗ muthung zu, daß er im Vorgefühl der ſich bald verändernden Situation unwirſch und in ſehr ſchlechter Stimmung ſei.
Draußen ſchien ein recht ſonnenheller und warmer Maitag, weswegen man die Thüren der Zimmer weit


