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natürlich gelocktem Haar umrahmten Geſicht, daß man in den Wahn ſich verſetzt finden konnte, das Antlitz eines zwölfjährigen Mädchens zu ſehen. Die blaß⸗ blauen Augen aber entbehrten des ſeelenvollen Blickes, ſie zeigten ſich geiſtlos, und wenn ſie das friſche Lip⸗ penpaar des kleinen zierlichen Mundes zum Sprechen öffnete, das ihr äußerſt ſchwer wurde, ſodaß ſie ſich zuweilen kaum verſtändlich machen konnte, ſtarrten zwei Reihen ſchwarzer, übelgeſtalteter Zähne hervor.
Zu dieſen Mängeln geſellte ſich der des wenigen Anſtandes und eines ſehr geringen Bildungsgrades. Alles dies war jedoch nicht im Stande, Friedrich zu bewegen, der Gefährtin ſeines Lebens die Hochachtung und Rückſichten zu verſagen, die er als ſeiner rechtmä⸗ ßigen Gemahlin ihr ſchuldig zu ſein glaubte, obwohl eben dieſe Heirath wohl hauptſächlich der Grund zu der Armuth ſeines Daſeins an häuslichen Freuden wurde und, wie Viele behaupten, auch die Urſache ge⸗ heimen Grolls gegen Oeſtreich, das dieſe Verbindung eifrigſt betrieben hatte.
Unbemerkt verließ Herr Leupold das Gemach. Er war allzu ſehr in Anſpruch genommen von traurigen und widerwärtigen Empfindungen, als daß er nicht darauf hätte denken ſollen, ſich davon zu befreien.
An Geſellſchaft fehlte es in dieſen Tagen im Pots⸗


