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fertigen, verlockenden Lüſten und Freuden anheim ge⸗ fallen angeſehen, das gab ſich in ſeinem lauten Aus⸗ ruf kund:„Thut mir Gott nicht viele Gnade, daß er mir einen ſo würdigen Sohn gegeben hat?“
Zwei Tage ſpäter traf auch Herr Leupold von Deſſau in Potsdam ein.
Es war ein ſchmerzliches Wiederſehen zwiſchen ſei⸗ nem königlichen Freunde und ihm. Der alte Deſſauer, der es nie verſtanden, den Ausdruck deſſen, was ihn heftig bewegte, mochte es Freude oder Groll ſein, zu mäßigen, zeigte ſich tief erſchüttert und er war es auch in voller Wahrheit. Daß der Tod, lauernd auf den rechten Augenblick, wo er die eiſige Hand auf das im⸗ mer noch und zwar ſogar noch ſehr lebhaft pulſirende königliche Herz legen dürfe, um es für immer ſtillſtehen zu machen, zu Häupten ſeines Lagers weile, war allen geiſtig ſichtbar.
„Nun, beruhigen ſich Eure Liebden“, ſagte der Kö⸗ nig beim Anblick der Thränen, welche Herrn Leupold über das dunkle, ausgewetterte Geſicht rollten.„Ich gehöre ja auch in Reih und Glied der großen Armee, die täglich zum Ausrücken aus dieſer Zeitlichkeit com⸗ mandirt wird. Das muß nun ſchon überſtanden werden.“
„Ja, ja, es muß; aber das iſt eben ſchlimm, daß 12*


