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troffen, wußte man, daß eine neue Ordnung der Dinge bevorſtehe.
Man ſchrieb an dem Tage der Ankunft des Kron⸗ prinzen zu Potsdam den 217. Mai 1740.
Es ſchien eine gänzliche Sinneswandlung über den todkranken Monarchen gekommen zu ſein. Trotz der ihn peinigenden großen Schmerzen behielt er die Herr⸗ ſchaft über ſich und ertrug jene mit ziemlicher Geduld. Er redete viel mit dem Kronprinzen über die innern und auswärtigen Angelegenheiten des Staates. Ent⸗ fernt von dem Bette des dem Tode mit ſo großer Ruhe entgegenſehenden Monarchen ſtanden mehrere der ho⸗ hen Staatsdiener ſeiner Befehle gewärtig. Mancher Augen netzten ſich mit Thränen, als ſie erkannten, daß die große Kluft zwiſchen Vater und Sohn mit einem Male ausgefüllt ſich zeigte, daß es nicht ein bloßer Unterricht ſei, den ein ſterbender, um das Wohl ſeines
Landes beſorgter König ſeinem unerfahrenen, ihm auf dem Throne folgenden Sohn gebe, ſondern ein freund⸗ licher Austauſch der Meinungen zweier zum Regiment geborenen Könige zwiſchen ihnen ſtattfinde. Und wie tief ergriffen der todkranke König von dieſem Einver⸗ ſtändniß mit ſeinem Sohne ſelbſt ſei, den er in arger Verblendung für unfähig zum Throne, für baar jeder
hohen Geſinnung, wie ſie Königen zieme, nur den leicht⸗


