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ten Herrn, in dem er mir die Agentſchaft hinſichtlich des Verkaufs ſeines Gutes anträgt und das zugleich die Anzeige enthält, daß er perſönlich nach Berlin kommen werde, um mit mir Rückſprache zu nehmen, gibt ihr den Stempel der vollen Wahrheit. Sein ein halbes Jahr, nachdem er wirklich in Berlin geweſen, erfolgter Tod, nach welchem ſeine Erben aber das Gut behiel⸗ ten und mir die Koſten für meine Bemühungen zahl⸗ ten, ſetzt vollends dieſe Sache außer allem Zweifel. Woher ſoll da eine Entdeckung kommen?“
Dieſe Erklärung ihres Mannes beruhigte Frau Lotte.„Ach“, ſagte ſie,„ich wünſche Niemand den Tod, aber wenn die Nachricht die Stadt durchlaufen wird, der König ſei geſtorben, wird mir ein Stein von der Bruſt fallen.“
„Ja, dann wird— ſo hoffen alle Vernünftigen— die Willkürherrſchaft zu Ende ſein. Kronprinz Fried⸗ rich als Mann von hoher Bildung kann das bisherige Regierungsſyſtem nicht fortſetzen. Man erzählt ſich von ihm rührende Beweiſe, wie er es ſich ſchon jetzt angelegen ſein läßt, Wunden zu heilen, die ſeines königlichen Vaters Härte geſchlagen, und Unrecht aus⸗ zugleichen, welches Manchem widerfahren iſt. Dann ſind auch wir ſofort unſere aufgezwungenen Gäſte los.“
Franz Carion, Ein deutſcher Fürſt. II. 11


