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weil ihm einestheils die Kinderluſt, die ſich hier ſo natürlich und durch keine künſtlichen Schranken zurück⸗ gehalten austollte, als eine Erfriſchung für Herz und Gemüth erſchien, und weil er im Stillen hoffte, Anna von Audritzky, wie das ja ſchon mehrere Male ſich ge⸗ troffen hatte, hier zu finden. Dieſer Wunſch erfüllte ſich nicht, er erblickte ſie nirgends. Wenn man auch ahnte, daß zwiſchen ihr und ihm eine Zuneigung ſtatt⸗ finde, ſo konnte man doch nichts Gewiſſes darüber denken und ſagen, denn weder Herr Leupold noch ſeine Gemahlin hatten eine Aeußerung fallen laſſen, welche Licht darüber gegeben hätte. Dies Schweigen ſeines fürſtlichen Gönners kam ihm ſehr erwünſcht, denn es gab ſeiner Stellung als Hofmedicus gewiſſer⸗ maßen mehr Freiheit.
Nachdem er mit Frau Herre einige Worte geſpro⸗ chen, wollte er weitergehen, aber der in Haſt dem klei⸗ nen Bernburger Prinzen folgende Binſe kam ihm in den Weg.
„Rapportire, daß ich von unſerer Frau Durch⸗ laucht Ordre erhalten, dieſen kleinen Prinzen— Don⸗ nerwetter, wo iſt der Knirps?— wollte, mit Reſpekt zu melden, Durchlaucht ſagen“, verbeſſerte ſich der Goliath und fügte, ſeinen Schutzbefohlenen unter den andern Knaben erblickend, befriedigt hinzu:„Da iſt er ſchon mitten


