Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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ihrer Perſon bei einem Mitgliede der fürſtlichen Fa⸗ milie vorhanden geweſen wäre, was jedoch durch⸗ aus nicht der Fall war, als Maßſtab für die gegen ſie einzuhaltende Umgangsmanier betrachtet worden ſein.

An den Tagen, wenn hoher Beſuch im Schloſſe anweſend war, vermied Frau Johanne Sophie Herre zu Beſuch bei Frau Annelieſe zu erſcheinen, dagegen hielt ſie ſtreng auf das ihr von Herrn Leupold ge⸗ währte Recht, ihre neun Kinder ſich im fürſtlichen Schloßgarten herumtummeln zu laſſen. Sie gehörten als ſeine Enkel von Gottes⸗ und Rechtswegen hierher.

Ein ſolcher Fall hatte ſich heute ereignet durch den Beſuch der Bernburger Fürſtin, die es als eine abſicht⸗ liche Kränkung ihrer fürſtlichen Ehre angeſehen haben würde, in Geſellſchaft mit dieſer bürgerlichen Perſon zu kommen. Daher mußte die ſtolze Dame ſich auch ungemein durch das Bewußtſein verletzt fühlen, ihren kleinen Prinzen der Behütung derſelben übergeben und doch ein Dulden dieſes widerwärtigen Umſtandes ſich auferlegt zu wiſſen, um einen noch widerwärtigern Eclat zu vermeiden.

Faſt eine halbe Stunde früher war es, als Doctor Stoll, angezogen durch den den ganzen Garten durch⸗ ſchallenden Kinderjubel, ſich nach dem Spielplatze begab,