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während meines Aufenthalts in Breslau ein paarmal in Geſellſchaft zuſammengetroffen bin— eine Dame von nobelſter Repräſentation, große, ſtolze Geſtalt. Ihren Sohn, den jungen Baron, habe ich ebenſo we⸗ nig kennen gelernt wie des Oberſten Sohn, überhaupt Niemand weiter als den alten Herrn und die nunmeh⸗ rige Gräfin.“
„Dein Geſellſchaftsfräulein, Marie von Rönnenkamp, wird ſich über dieſe Neuigkeit wundern“, bemerkte die Erbprinzeß, zu ihrer Schwägerin Amalie gewendet, und fügte hinzu:„Wenn es auch nur leeres Gerede war, daß der junge Graf ihr die Cour mache, weil er einige⸗ mal ſie in ihrer Mutter Wohnung beſuchte, ſo wird ſie ſich doch gewiß mit großer Theilnahme ſeiner erin⸗ nern.“
„Gewiß. Sie ſoll es noch heute von mir er⸗ fahren.“
Die Diener brachten die Tafel ins Rondel getragen, weil man Herrn Leupold's Rückkehr von Halle mit je⸗ der Minute entgegenſehen konnte und der alte Herr es höchſt übel vermerkt haben würde, wenn er nicht Alles in Bereitſchaft gefunden hätte. Man verließ, um den Dienern Raum zum Serviren der Tafel zu laſſen, das Rondel und promenirte in den Gängen. Der Abend war prächtig.


