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Amalie.„Dieſer prächtige junge Cavalier voll heitern Lebensmuthes, dem wir alle ſo ſehr gewogen waren wegen ſeines chevaleresken Weſens, das er auf das anmuthigſte mit dem beſten Humor von der Welt zu verbinden wußte, iſt Mörder geworden?“ „Familienverhältniſſe ſollen ihn dazu getrieben ha⸗ ben. Frankenberg deutet flüchtig in ſeinem Schreiben an, daß die von Fortunatus' Vater geſchloſſene zweite
Ehe einen Bruch mit dem Sohne herbeigeführt, der von
ſeiner Stiefmama, einer herrſchſüchtigen Dame, gefliſ⸗ ſentlich immer mehr erweitert worden ſei, bei welchen Beſtrebungen deren Sohn erſter Ehe ſich ſtark bethei⸗ ligt habe, weshalb in einer unglücklichen Stunde der junge Graf alle Rückſichten vergeſſen und deſſen Mör⸗ der geworden ſei, eine That, welche ihn vor der Hand in den Kerker geführt habe. Welches Urtheil Seine Majeſtät der Kaiſer fällen wird, weiß noch Niemand.“
„Almeslo? Almeslo?“ fragte Fürſt Carolath.„Ich kenne die Familie, macht ein anſehnliches Haus in Breslau, hat bedeutenden Grundbeſitz in Schleſien und in ihrer Heimat, dem Osnabrückſchen, und heißt eigent⸗ lich Almeslo⸗Tappe. Irre ich nicht ganz, ſo hat Reichs⸗ graf Oberſt Joſt von Almeslo, der als ein wackerer Degen gut angeſchrieben bei Kaiſerlicher Majeſtät ſteht, eine Baroneſſe von Warkotſch geheirathet, mit der ich


