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„Meine liebe einzige Herzens⸗Großmama!“ jubelte Fiekchen.
„Schon gut, ſchon gut, kleiner Wildfang; mache, daß Du fortkommſt.“
„Eins, zwei, drei, und ich bin weg wie der Wind!“
Und wie vom Sturme fortgeführt, ſprang das Prin⸗ zeßchen aus dem Rondel.
Ein unangenehmeres Vorkommniß konnte der ſtol⸗ zen Bernburgerin nicht widerfahren, ſie fühlte ſich auf eine Art und Weiſe pikirt, welche ihr ſogar das Recht benahm, deshalb eine Aeußerung zu thun, und um ihren ſtillen Aerger zu mehren, fing ihr kleiner Prinz Friedrich, welcher mit neidiſchen Blicken ſeiner Stief⸗ ſchweſter nachgeſehen, bitterlich zu weinen an und wollte ſich nicht beruhigen laſſen.
„O meine Theuerſte, laſſen Sie ihn doch auch hin⸗ gehen“, bat die Fürſtin.„Für Kinder iſt es nun ein⸗ mal am beſten, unter ihresgleichen, ich meine, unter Kindern zu ſein. Das gehört zu ihrem Gedeihen ebenſo ſehr, als wie der Blume Sonnenlicht und ſanfter, warmer Regen nöthig iſt. Das Kindesherz verbittert und vereinſamt, ſobald es entbehren muß, was ſein Gemüth hell und freundlich macht.“
„Wenn mein Franz nur erſt ſo weit ſein wird, um laufen zu können, ſo werde ich mich ſehr freuen, wenn


