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mama, glaube doch das ja nicht. Was habe ich denn ſo Böſes gethan, daß mich die gnädigſte Frau Stief⸗ mama ſchilt? Ich weiß ja von gar nichts, wenn's nicht das iſt, daß ich geſagt habe, ich wüßt's, was ſie dem Friedrich geboten habe. Und das iſt ja keine Lüge; gewiß, liebe Großmama, das iſt keine Lüge.“
„Was Deine gnädigſte Frau Stiefmama dem Frie⸗ drich ſagt, geht aber Dich nichts an. Du darfſt nie voreilig ſein, das iſt gegen die Schicklichkeit“, mahnte die Fürſtin.
„Ach Du lieber Gott!“ rief die Kleine faſt komiſch, „das iſt aber doch recht ſchlimm für mich, wenn ich über Alles ſchweigen ſoll! Iſt's denn ein Ungück, daß ich dem Friedrich einhelfen und ihm ſagen wollte: Deine gnädigſte Mama hatte Dir geboten, Du ſollteſt nicht dorthin, nach den Couſins und Couſinen verlangen und mit ihnen ſpectakeln wollen, weil die Deine gute Er⸗ ziehung verderben?“
Eine Pauſe folgte, welche die Fürſtin mit den Wor⸗ ten endete:„Deine gnädigſte Frau Stiefmama hat das Recht, ihrem Friedrich zu befehlen, was ſie für gut findet, Du haſt Dich nicht darum zu kümmern, merke Dir das fürs Künftige, Fiekchen. Aber ich weiß ſchon, Du biſt ein kleiner Schelm, Dir liegt's ſelbſt gar ſehr am Herzen, mit zu tollen. Nun, geh nur, geh, ſpiele, Kind.“


