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zu, überzeugt, daß er von ihr die beſte Auskunft er⸗ langen würde. Ehe er ſie erreichte, ſprang ein Knabe aus einem Hauſe und eilte denſelben Weg voraus, den er ging. Zu gleicher Zeit hörte er Hufſchlag. Ein geſatteltes Pferd, aber ohne Reiter, jagte, ſeiner Frei⸗ heit ſich erfreuend, die Straße entlang. Der Knabe ſchrie fürchterlich. In ſeiner Angſt ſtolperte er, als er den Kram der Hökerin faſt erreicht hatte, über einen im Wege liegenden Stein und riß einen Korb, der mit einem Bret verdeckt war, auf dem Semmel, Wurſt und einige Pefferkuchen lagen, um.
„O Du Judenracker!“ ſchrie das Weib wüthend, „Dich ſoll doch gleich ein Graupelwetter niederſchmei⸗ ßen!“
Der Knabe mochte wohl etwas hart aufgefallen ſein, er vermochte nicht der keifenden Megäre zu ent⸗ fliehen, die ihn bei den Haaren emporriß und mit Ohr⸗ feigen tractirte.
„Will Sie wohl, alter Drache?“ rief der Doctor, ihr plötzlich in den Arm fallend.„Sieht Sie nicht, daß das ein ſchwächliches Kind iſt?“
„Ach was, ſchwächliches Kind!'ne Judenrange iſt's, die unſerm Herrgott den Tag und uns das tägliche Brod aus der Taſche ſtiehlt“, kreiſchte die Alte.„Mit der Brut muß man kein Erbarmen haben, unſere
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