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Durchlaucht ſieht die Canaillen Menſchen an.“
„Aber ich ſehe ſie als ſolche an und das wird Ihr vor der Hand genug ſein, ſonſt macht Sie mit meinem Stocke Bekanntſchaft. Laſſe Sie den Knaben los.“
Der Ernſt in der kräftigen, ſonoren Stimme und in dem drohenden Blicke des Doctors ſchüchterten das Weib ein, ſie ließ die Hand aus dem dunklen Haare des Knaben und fragte:
„Wer iſt Er denn, daß Er hier befiehlt?“
„Geht Sie nichts an“, antwortete jener kurz, und aus der Weſtentaſche ein kleines Silberſtück nehmend, 4
auch nicht als richtige
warf er es ihr mit den Worten in den Korb:„Sie hat keinen Schaden gelitten an Ihren Sachen; das iſt für die Mühe, Ihren Kram aufzuleſen.“ Und zu dem weinenden Knaben ſagte er, ihm gütig die thrä⸗ nennaſſen Wangen ſtreichelnd:„Beruhige Dich, Klei⸗ ner. Sie wird nicht mehr Hand an Dich legen. Komm, ich führe Dich ein Stück Wegs.“
„Ich wollte nach Hauſe zum Vater“, ſprach der Knabe zaghaft. 2
„Wohnſt Du weit von hier?“
„Gleich hier um die Ecke in der Hospitalſtraße, das fünfte Haus.“
„So komm.“


