Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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laſſen und ihm von dem Bedienten aus dem Hauſe ge⸗ leuchtet worden.

Den Teufel auch, Er erzählt uns da eine kurioſe Geſchichte! rief der König.

Aber volle Wahrheit, Majeſtät, beſtätigte der Ge⸗ neraladjutant.

Weiter im Text, Sydow.

Zur feſtgeſetzten Zeit, referirte der Tiſchler, habe er den Sarg abgeliefert und bei der Gelegenheit die Leiche der jungen Dame bei vollem Tageslichte geſehen; ſie ſei wunderſchön geweſen. Das Schreien eines Säug⸗ lings im Nebengemache habe ihn zu der Vermuthung gebracht, daß ſie wohl im Wochenbette geſtorben ſein müſſe, was auch der Hausmeiſter, der ihm und ſeinem Geſellen diesmal das Haus geöffnet und ſie wieder hinausgelaſſen, beſtätigt habe. Wenn was Kurioſes bei der ganzen Geſchichte geweſen, ſo beſtehe das darin, daß der Hausmeiſter, ein Maurer ſeiner Profeſſion nach, mit dem er ſeit der Zeit bekannt geworden, ihm erzählt, das Kind ſei noch am ſelben Tag getauft worden und eine Stunde ſpäter der Cavalier mit dem Kinde, der Dienerin und ſeinen Lakaien abgereiſt, nachdem er ihn und ſeine Frau reich beſchenkt habe. Die Leiche ſei in aller Stille früh bei Tagesanbruch von dem Paro⸗ chialpfarrer, der auch das Neugeborne getauft, begraben