Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6⸗

worden. Nur ein alter Diener ſei als Wächter bei der Todten zurückgelaſſen worden und den Tag nach deren Begräbniß ſeinem Herrn nachgereiſt, wohin, wiſſe man nicht.

Da iſt ſicher eine Teufelei dabei im Spiele ge⸗ weſen, ſprach der König,eine Teufelei, welche ſtark nach Verbrechen riecht. Die Sache ſoll unterſucht wer⸗ den. Ich will nicht, daß man mein Berlin für einen Schlupfwinkel anſieht, wo man ungeſtraft ſchlechte Dinge treiben kann, ohne Furcht, daß ſie ans Tageslicht kom⸗ men.

Da Haake und ich dieſelbe Anſicht hatten, daß es hinſichtlich der jungen Dame nicht richtig zugegangen ſein könne, weil man ſie ſo in aller Stille ohne Sang und Klang zu Grabe gebracht und dies mit dem Reich⸗ thum des Cavaliers gar nicht übereinſtimmt, die Todte mochte nun ſeine rechtmäßige Gemahlin oder ſeine Maitreſſe geweſen ſein, ſo ließen wir uns von dem Tiſchler nach dem Hauſe führen, um an Ort und Stelle der Sache auf den Grund zu kommen.

Sehr recht, ſehr recht; geſcheidter Gedanke! ſtimmte der König bei.Weiter!

Auf unſer Klopfen an der Thür des ſeattlichen Hauſes öffnete uns der Hausmeiſter, der bei unſerm Anblick erſchrocken zurückprallte und unſere Frage, wem