Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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renoth zu kriegen mit dem aufſäſſigen Frauensvolk. Jeder lumpige Jude in meinem Deſſau iſt, wenn er Mädels hat, beſſer daran als ich. Seine Racaillen denken von ſelber ans Heirathen, meiner Malia fällt's nicht ein.

Oho!

Hab' auch Oho geſagt, Majeſtät, zieht aber nicht. Meine Malia iſt'n Taugenichts,'n vollkommener Tau⸗ genichts. Wenn ich zu der ſagen würde:Achtung! Augen rechts! Da ſteht ein Lumpazi, der Kerl hat kein Hemd auf dem Leibe, ſieht aus wie böſer Weg und Mottenfraß friſch drauf, hol''n Dir als Rarität für Deinen Bettlerſpittel! Marſch! Marſch! Schwere⸗ noth, wie würde die Malia Sturm laufen auf den raren Biſſen! Den ließe ſie ſich ſicher nicht entgehen. Sage ich aber:Na, wie iſt's Malia? Haſt Du noch keine Luſt zum Heirathen?'n ſchmuckern Kerl wie den Ca⸗ rolath kriegſt Du nicht wieder, die Bräutigams laufen nicht gerade zur Auswahl in der Welt herum; wirſt doch nicht ſo'n unnützes Kraut wie Deine Schweſter Anna Wilhelmine werden wollen, die immer gezirpt und gezirpt hat, bis ſie's endlich zur alten Jungfer brachte, an die kein Teufel mehr anbeißen will da zuckt ſie mit den Achſeln und antwortet ſo gottſelig, daß ich vor Grimm aus der Haut fahren möchte:Will's