Teil eines Werkes 
4. Bd. (1867)
Entstehung
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Langſam, den Kopf auf die Bruſt geneigt, ging er aus dem Schloſſe bis an die Saalbrücke. Dort ſetzte er ſich auf das Geländer und weinte. Die wenigen da Vorübergehenden meldeten es im Schloſſe. Auch, der bernburger Fürſt entfernte ſich bald darauf von der Tafel; Graf Hubert blieb noch eine Weile.

Nur einer von densOffizieren erkannte ihn und der Schreck dieſes Wiederſehens verdarb ihm den Appetit ſo ſehr, daß er faſt alle Speiſen unberührt an ſich vorübergehen ließ. Nach der ſchnell aufgehobenen Tafel trat Graf Hubert zu dem Major Bonnafox, der ſeinen Blick ſcheu auf ihn gerichtet gehalten, und ſagte leiſe zu ihm:

Major Bonnafox, die einzige Rettung für Sie iſt, Ihren Abſchied zu nehmen, wenn Sie ſich nicht der Schmach ausſetzen wollen, als ehrloſer Offizier aus dem Regimente geſtoßen zu werden.

Herr Obriſt, ſtammelte Bonnafox erblaſſend; aber er kam nicht zur Weiterrede, Graf Hubert ſchnitt ihm das Wort ab, indem er mit Entſchiedenheitzſprach: Ich habe nichts mit Ihnen zu verhandeln. Sielhaben die Wahl und alſo auch Ihr Geſchick in Ihrer Hand.

Nach dieſen Worten verließ der Graf den Saal, die Offiziere mit freundlichem Kopfnicken grüßend, welche nun neugierig den Major umdrängten, um zu